Sonntag, 2. November 2014

Das Architektengespräch



Nach der super interessanten Werksbesichtigung in Frankenberg am 15.09.14 (Anmerkung Jessi: An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Frau Day für unsere erfolgreiche Geheimniskrämerei!) folgte bereits am 16.09.14 der Besuch durch den Fingerhaus Architekten bei uns daheim. Angesetzt waren dafür ca. 6 - 8 Stunden - was zum Henker soll man denn da so lange planen?? Naja wir haben dann fast 10 Stunden gebraucht, aber beginnen wir von vorne...

Treffpunkt war um 10 Uhr am Grundstück.  Es wurden ein paar Fotos gemacht und das Grundstück vom Architekten für unproblematisch gehalten. Dann ging es auch schon wieder zu uns. Zu Beginn gab es erstmal wenig erfreuliches. Beginnend mit falschen Grundrissen und endend mit der Info, dass die Planung eines später von uns selbst zu erstellenden Carports nun nicht mehr "kostenneutral" (zwischenzeitig unser allerliebstes Wort...) sei. Eine Mail an Fingerhaus später, war dieser Punkt geklärt - schließlich sind nachträgliche Preisänderungen nicht die feine Art, man sollte Sie auch an seine Verkäufer weitergeben. Der Carport wird jetzt ohne Aufpreis geplant. Die falschen Pläne - waren Tip-Ex sei Dank - dann bis auf die Grundmauern wieder planko. Hier sei vorab gesagt - lest euch euren Bebauungsplan durch! Grünstreifenbreite etc. solltet ihr einfach wissen - im Fall, dass der Architekt euch aus Unwissenheit das Haus plötzlich 50 cm weiter verschiebt ;-)

Es blieb hier im Nachhinein aber ein fader Beigeschmack, dass der Architekt sich nicht vorbereitet hatte.

Nachdem das Haus erst mal seinen Platz auf dem Grundstück gefunden hatte, ging es ans Erdgeschoss. Auch hier gab es erneut einen Dämpfer. Wegen des höher liegenden Revisionsschachts in Verbindung mit der begrenzten maximalen Firsthöhe von 8,50m bekamen wir den "Pumpfix" vorgesetzt. Dieser sollte ermöglichen, dass man trotzdem munter fröhlich im Erdgeschoss aufs Klo kann - während die Sch... im Kanal hochkommt und uns das Abwasser nicht ins Haus läuft! Dieses "Vergnügen" kostet so ca. 3500 Euro - plus einmaliger Einbau/Anschluss, plus Stromkosten, plus jährliche Wartungskosten. Wir waren natürlich hellauf begeistert. Denn auch wenn uns der Sinn durchaus klar war, aber das hätte vorher schon mal von FingerHaus geklärt werden können, da der Bebauungsplan und die Maße des VIOs ja bekannt waren. Nun ja wir sind zwischenzeitig "nur" noch beim "Staufix", denn sollte die Sch... den Kanal hochkommen, werden wir ganz anderes zu tun haben, als ausgerechnet dann im Erdgeschoss aufs Klo zu gehen... (es gibt ja noch ein Klo im OG)  ;-) Aber der "Sch...-klappe" widmen wir ein eigenes kleines Kapitel, da es einfach sehr umfangreich ist.

Bis auf einige kleine Änderungen war das Erdgeschoss dann doch schnell erledigt. Lediglich über die Beinfreiheit auf dem Gäste-WC  gab es verschiedene Sichtweisen, da sollte jeder für sich ausmessen ob ihm der Platz reicht oder nicht. 

Auch das Obergeschoss war recht schnell geklärt, da wir auch hier keine besonderen Wünsche hatten und unserer Linie "Keinen platzverschwenderischen Schnick-Schnack!" treu blieben. Der Eingang ins Arbeitszimmer (aktuell nennen wir es "Marios" Zimmer *g) wurde versetzt, um eine schöne gerade Wand für Schränke zu schaffen, ansonsten haben wir hier nichts mehr groß geändert, bis auf die Fenster alle so zu setzen, dass später ein Schrank nicht direkt am Fensterrahmen abschließt.

Letztendlich waren die größten Diskussionspunkte die kurz angesprochene "Sch...klappe", die Regenwasser-Entwässerung (auch hier hatten/haben wir wegen des höher liegenden Schachts uns Gedanken machen müssen bzgl. Frostschutz der Leitungen etc. die Ideen dazu hätten wir uns vom Architekten gewünscht), sowie eine von Fingerhaus gewünschte Feuerschutzwand hinter dem Kamin im Erdgeschoss.

Bei Fragen zum Pumpfix und dem Staufix schreibt uns ruhig an - wir würden mal behaupten, dass Mario sich mit dem Thema doch ziiiiiemlich lange beschäftigt hat. 

Um kurz vor 20 Uhr waren wir mit allem durch und uns hat wirklich der Schädel gebrummt! Jetzt warten wir gespannt auf die Vorabzüge :)


So sah das Ganze nach 10 Stunden aus, OG hatte sich nicht viel verändert.



Sonntag, 12. Oktober 2014

Was haben wir vor?

Wir bauen im idyllischen Straubenhardt, ein Fingerhaus VIO 200 S130 WG auf Bodenplatte.

Das Grundstück war durch Glück und realistische Ansprüche recht zügig gefunden. Bei dieser ersten Suche merkten wir schnell: nah bei Karlsruhe - seeeeehr teuer, Bahnanschluss - immer noch seehr teuer und zudem beides irgendwie nicht so idyllisch wie gewünscht  und wenn doch - unbezahlbar! Die Suche nach einem passenden fertigen Haus hatten wir nach 3 Jahren Suche erfolglos hinter uns gelassen und so unterschrieben wir für das Grundstück im April die Kaufzusage. Der Notartermin folgte Anfang Juli. Jetzt konnte die intensive Suche nach einer Hausbaufirma beginnen und wir brachten gefühlt Hunderte von Terminen mit diversen Hausbaufirmen hinter uns, telefonierten viel und studierten Bau-Leistungs-Beschreibungen, bis wir am Ende nur noch 2 Firmen (Keitel & Fingerhaus) zur Auswahl hatten.

Zum Schmuzeln und/oder Kopfschütteln - Outtakes bei der Suche nach Hausbaufirmen:

"Also für mich sehen Sie aus wie die typischen Ausbauer!" (Nette Schubladenbegrüßung...)

"Ich mache ja eigendlich keine unmoralischen Angebote, aber heute mache ich mal eine Ausnahme!"

"Also eine offene Küche ist optimal - wegen der Kommunikation!" (Davon halten wir beide nichts und hatten das zu Beginn schon sehr deutlich gesagt...).

J:   "Wo produzieren Sie denn?"
V:  "Bei Berlin..."
J:   "Aha..also in Polen?" (das sollte ein Scherz sein, aber....)
V:  "Hmmm...."
...das war vermutlich das schnellste Verkaufsgespräch ;-)

Letzten Endes war für uns wichtig, dass es sich um ein Mittelständisches Unternehmen handelt, das seinen Hauptsitz in Deutschland hat und hier auch produziert. Davon gab es dann doch weniger als gedacht.

Der erste Kontakt zu Fingerhaus war nicht ganz so berauschend, wir wurden hier beim ersten Besuch innerhalb von 5 Minuten abserviert.

--- "Wer seit Ihr, was wollt Ihr, ok ich schicke es per Mail." ---    

So zumindest unsere Empfindung und wir wollten doch eigentlich so ein wenig "betüdelt" werden ;) Schließlich bauen wir nicht jeden Tag ein Haus!

Wir haben uns dann mit guten Freunden getroffen, die uns den Tipp gaben uns an die Verkäuferin Frau Day von Fingerhaus zu wenden, da sie von Ihr sehr gut beraten wurden.

Zuhause haben wir den Tag dann Revue passieren lassen und nachdem alle Angebote per Mail eingetroffen sind, entschieden wir uns den Kontakt zu dem Verkäufer von Fingerhaus zu suchen.
Wir teilten Ihm mit, dass wir in Zukunft von Frau Day betreut werden möchten und bedankten uns trotzdem für die kurze Beratung. Begeisterungsstürme lösten wir damit natürlich nicht aus, fanden seine Reaktion aber im nachhinein betrachtet wirklich nicht gut. Nach einigen unschönen Telefonaten war das Thema Fingerhaus für uns schon fast erledigt - bis Frau Day sich meldete und uns mitteilte, dass sie uns gern bei der Verwirklichung unseres Hausbaues unterstützen möchte.
Frau Day hat uns dann die nächsten Tage sehr gut beraten.

Aber auch die Firma Keitel machte zu Beginn noch einen vielversprechenden Eindruck.
Nach einigen Terminen und ausführlicheren Gesprächen mit den beiden Firmen hat das Rennen dann schließlich Fingerhaus gemacht. Keitel hatte sich kurz vorm Ziel selbst noch ins Aus katapultiert (Gründe können per Mail angefragt werden).

Ein VIO 200 mit einem Kniestock von 1,30m und Wintergarten sollte es nun also sein!

Weitere Infos zur weiteren "Entstehungsgeschichte" folgen in den nächsten Tagen :)

Hier noch ein erstes Bild von "unserem" Grundstück - noch mit Bäumen, aber über den Oktober und den Baumfälltag berichten wir ein ander Mal ;)


Donnerstag, 9. Oktober 2014

und los gehts ...

Nachdem nach langem Warten endlich unser Architektentermin stattfand möchten wir jetzt mal mit unserem Bau-Tagebuch anfangen. Für alle die es interessiert wird es hier bald immer mal wieder Neuigkeiten zu unserem Häuschen geben :)